So gesund macht der Hund

In der Corona-Zeit haben sich viele Familien dafür entschieden, sich einen Hund zuzulegen, und das mit gutem Grund: Der beste Freund des Menschen bringt neben dem klaren Unterhaltungsfaktor auch eine Menge Benefits für die Gesundheit mit sich.

  • Gassigehen verbessert die Fitness: Die Hundehaltung regt zu regelmäßiger Bewegung an und stärkt so das Herz-Kreislauf-System.
  • Hundehaltung erhöht die Stressresistenz und senkt den Blutdruck:  Hundebesitzer:innen haben nachweislich einen niedrigeren Blutdruck und eine höhere Stressresistenz als andere.
  • Streicheln von Hunden verbessert das Wohlbefinden:  Die Interaktion mit den Tieren erhöht die Produktion von Serotonin und Dopamin und kann sogar bei Depressionen helfen.
  • Stärkt das Selbstbewusstsein und Sozialkompetenz bei Kindern: In einer Studie mit Kindern, die unter ADHS leiden, konnte eine Verbesserung der Aufmerksamkeit, des Selbstbewusstseins und der Sozialkompetenz durch Kontakt mit Hunden festgestellt werden.

Gassigehen verbessert die Fitness und stärkt das Immunsystem

Durch die regelmäßige Bewegung an der frischen Luft bei jedem Wetter, die man mit Hund zwangsläufig bekommt, wird das Herz-Kreislauf-System gestärkt, auch das Immunsystem profitiert.

“In einer Studie der University of Exeter konnte nachgewiesen werden, dass ältere Menschen, die einen Hund besaßen, grundsätzlich eine höhere Aktivität an den Tag legten als Menschen ohne Hund”, so die Redakteurin. “Selbst bei sehr schlechtem Wetter verbrachten sie durch das Gassigehen 30 Minuten am Tag weniger im Sitzen und hatten eine 20% erhöhte Aktivität gegenüber der Vergleichsgruppe”.

Hunde Streicheln senkt den Blutdruck und erhöht die Stressresistenz

Entsprechend eines Artikels der Harvard University zeigen diverse Studien, dass Hundebesitzer:innen einen niedrigeren Blutdruck aufweisen als Menschen ohne Hund. Der Effekt zeigt sich aber auch schon beim einfachen Streicheln eines Hundes.

Auch eine Erhöhung der Stressresistenz bei Studierenden durch das Spielen mit Hunden konnte in einer Studie der Prager University of Life Sciences nachgewiesen werden.

Hundehaltung hilft auch bei Depressionen

Das Spielen mit Hunden und das Gassigehen sowie die erhöhte Bewegung wirken sich nachweislich positiv auf die Produktion der Neurotransmitter Serotonin und Dopamin im Gehirn aus, welche die Stimmung regulieren. Das kann auch bei Depressionen, Ängsten und vielen anderen psychischen Erkrankungen von Vorteil sein, wie in einer Studie der Warwick University gezeigt werden konnte.

Hier aber wichtig: “Die betroffenen Personen müssen selbstverständlich in der Lage sein, sich angemessen um den Hund zu kümmern, da sonst die Gefahr besteht, dass das Tier selbst krank wird”, merkt die Redakteurin an. Gegebenenfalls kann man hier auch auf Therapiehunde zurückgreifen, die unter Überwachung durch qualifiziertes Personal oder auf psychiatrischen Stationen eingesetzt werden.

Vorteile für die Entwicklung von Kindern

Auch auf die kindliche Entwicklung wirkt sich der Kontakt mit Hunden positiv aus. In einer Studie der University of California konnte nachgewiesen werden, dass sich bei Kindern mit Aufmerksamkeitsproblemen, die Zeit mit Hunden verbrachten, nach einigen Wochen die Aufmerksamkeit, die Sozialkompetenz und das Selbstwertgefühl deutlich verbesserten.

Laut einer Studie der UC Davis konnten Kinder, die Hunden vorlesen sollten, ihre Lesefähigkeit in wenigen Wochen signifikant steigern. Das Vorlesen machte den Kindern Spaß, da sie sich von den unvoreingenommenen Tieren nicht unter Druck gesetzt fühlten – im Gegensatz bspw. zum Schulunterricht, bei dem die Benotung eine große Rolle spielt.

Laut einer Studie, die im European Respiratory Journal veröffentlicht wurde, trägt ein Hundebesitz in der Familie in der frühen Kindheit außerdem dazu bei, dass Kinder seltener Allergien entwickeln.

Mehr Infos findet Ihr unter: https://www.vergleich.org/hundeleine/#Vorteile_der_Hundehaltung_So_gesund_macht_der_Hund

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