Nähe braucht (Familien-) Zeit

Gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut Statista hat Stokke® 1.000 Eltern von Kindern bis fünf Jahre befragt, um mehr darüber zu erfahren, wie Familien in Deutschland leben und wie sie mit den Themen „Verbundenheit und Nähe“ und „gemeinsame Zeit“ umgehen.

Eine Auswahl der Ergebnisse:

‒ Knapp 20 Prozent der Eltern wären ihrem Kind gerne mehr verbunden 
‒ 78 Prozent fühlen sich ihrem Kind eng verbunden („genau richtig“)
‒ 77 Prozent der Eltern würden aber gerne dennoch mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen
‒ Top 3 der Aktivitäten, denen Eltern gerne häufiger mit ihren Kindern nachgehen würden, um die Beziehung zu ihnen zu verbessern: Ausflüge, Reisen und Schmusen bzw. Kuscheln (Mehrfachnennungen möglich)

Besonders spannend:
‒ 75 Prozent der Eltern, die sich ihrem Kind genau richtig nah fühlen (bzw. sehr verbunden fühlen), essen mit allen Familienmitgliedern gemeinsam am Tisch – inkl. Baby. 
‒ Von den Eltern, die mit ihrem Kind gerne enger verbunden wären, gaben nur 55 Prozent an, dass alle regelmäßig gemeinsam an einem Tisch essen.
‒ Das gemeinsame Essen mit der ganzen Familie trägt demnach positiv zum Verbundenheitsgefühl bei.

­Etwas mehr als ein Drittel der befragten Eltern, die gerne mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen würden (77 %), gaben auch an, ihren Kindern gerne näher sein zu wollen. Vielen Eltern ist scheinbar nicht bewusst, dass die gemeinsame Zeit am Familientisch der natürlichste und einfachste Weg ist, Verbundenheit und ein Nähe-Gefühl zu schaffen, gefolgt von gemeinsamem Spielen, Hausaufgabenmachen und Co.: Bei den Aktivitäten, von denen sie annehmen, damit eine gute Beziehung zu ihrem Kind aufzubauen, kommt das gemeinsame Essen erst an vierter Stelle (29 %). Dabei ist dieses Ritual viel einfacher und weniger zeitaufwendig umsetzbar, als zum Beispiel Ausflüge zu organisieren (Platz 1) oder Reisen zu unternehmen (Platz 2).

Vielen Müttern und Vätern ist allerdings bewusst, dass das Gefühl von enger Verbundenheit Zeit braucht. So gaben Eltern, die ihren Kindern gerne näher wären, häufiger an, dass sie gern mehr Zeit mit ihnen verbringen würden, als Eltern, die sich ihnen bereits genau richtig nah fühlen (95 % und 73 %).

­Es muss nicht gleich der Freizeitpark sein, bewusste Alltagsmomente reichen

­„Nichts ist verbindender als gemeinsam verbrachte Zeit“, so Nora Imlau, 37, Journalistin und Buchautorin zu Familienthemen sowie Mutter von vier Kindern. „Dadurch entstehen Erinnerungen und Emotionen, die durch die Wiederholung vertieft werden und Kinder bis ins Erwachsenenalter begleiten.“ Dabei sei aber auch wichtig, dass Eltern sich keinen Stress machen würden, besonders tolle Quality Time zu planen. Gemeinsame Zeit kann eben auch sein, mit dem Kind das Essen vorzubereiten, im Garten das Laub zusammenzurechen oder dass man auf dem Weg von der Kita nach Hause einfach etwas trödelt und miteinander redet.

„Am Ende ist es der Alltag, der uns verbindet“, so die Expertin. „Diese Art Nähe ist essenziell für die Entwicklung des Kindes. Das gilt insbesondere in den ersten Lebensmonaten, aber auch in der Kleinkindzeit. Denn unmittelbare körperliche Nähe ist es, die Kindern Halt und Sicherheit gibt und ihnen zeigt: Du bist geborgen und geliebt. Dadurch entsteht ein tiefes Vertrauen in uns Eltern und in die Welt, das Kinder stark fürs Leben macht. Eine solche sichere Basis ist für Kinder der beste Ausgangspunkt, um glücklich und selbstbewusst groß zu werden und sich dann später auszuprobieren und ihren eigenen Weg zu finden.“

Nähe braucht (Familien-) Zeit
Foto: Stokke