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Schimmel den Kampf ansagen

Wer Schimmel in seiner Wohnung entdeckt, dürfte erst einmal geschockt sein! Dieser Schock weicht dann meist der Ratlosigkeit darüber, wie die Gesundheitsgefahr am besten schnell wieder aus den eigenen vier Wänden verbannt werden kann. Wichtig zu wissen: Auch wenn Schimmel nicht sichtbar ist, kann er da sein. Verlass Euch deshalb auch auf Eure Nase: Riecht es muffig, wenn Ihr Eure Wohnung betretet? Wenn ja, solltet Ihr unbedingt einen Fachhandwerker zu Rate ziehen. Auch die Raumfeuchtigkeit kann einen Hinweis auf Schimmelbefall geben. Die relative Luftfeuchte eines Raumes sollte zwischen 30 und 65 Prozent liegen.

Fehlendes Lüften, zu wenig Heizen und/oder eine schlechte Wärmedämmung – das sind die häufigsten Ursachen für Schimmel.

Damit Schimmel gar nicht erst auftritt, können einige Tipps zur Vorbeugung helfen. Lüftet regelmäßig für fünf bis zehn Minuten. Das tut nicht nur Euch gut, sondern auch Eurer Wohnung! Das Stoßlüften sorgt für einen vollständigen Luftaustausch. Kein adäquater Ersatz zum Stoßlüften ist das Kippen der Fenster. Das bringt nämlich verhältnismäßig wenig – und sorgt für horrende Energiekosten. Achtet darauf, dass Ihr Eure Wohnräume nicht zu sehr abkühlen lasst, denn das macht sie für Schimmel anfälliger. Die ideale Temperatur eines Wohnraumes beträgt circa 20 Grad.

Insbesondere nach dem Duschen, Baden oder Kochen ist das Lüften Pflicht. Auch wenn Ihr Wäsche in der Wohnung trocknet, muss die Feuchtigkeit unbedingt wieder raus. Das Badezimmer ist mit seiner Feuchtigkeit ein wahres Paradies für Schimmel. Deshalb solltet Ihr hier besonders darauf achten, ausreichend zu Lüften und Dusche und Duschvorhang nach Gebrauch am besten direkt wieder trockenreiben.

Besondere Aufmerksamkeit solltet Ihr auch dem Schlafzimmer schenken: Wusstet Ihr, dass jeder Mensch pro Nacht im Durchschnitt einen viertel Liter Wasser ausschwitzt? Diese Feuchtigkeit verteilt sich im Zimmer. Mit offenem Fenster schlafen oder direkt nach dem Aufstehen gründlich stoßlüften ist hier ein gutes Mittel, um Schimmel zu vermeiden.

Schimmelflecken entdeckt, was nun?

Je größer die befallenen Flächen, desto höher das Risiko für die Gesundheit, und desto schneller sollte man die Ursachen der Feuchtigkeit beseitigen und die befallenen Flächen säubern. Ein paar schwarze Pünktchen in den Fugen der Kacheln im Badezimmer sind meist harmlos. Bei großen Schimmelschäden von über einem halben Quadratmeter sollte eine Fachfirma mit der Sanierung beauftragt werden.

Mieter sollten sofern Schimmel auftritt auf alle Fälle den Vermieter informieren. Denn für das Schimmelpilzwachstum können auch Baumängel als Ursache in Frage kommen. Zum Beispiel ein akuter Wasserschaden, eine undichte Versorgungsleitung oder schlechte Dämmung.